Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Präsenztag im Lausitzbüro
Segelfalter (Iphiclides podalirius)

Politischer Dorfrundgang mit Plinsen: 300 Jahre nach dem Totalverlust des Dorfes ist Brandschutz wieder das bestimmende Thema in Byhleguhre-Byhlen

www.ideengruen.de | markus pichlmaierBürgermeister Romeo Buder lud den bündnisgrünen Landespolitiker Benjamin Raschke zu einem Dorfspaziergang und zu Plinsen nach Byhleguhre-Byhlen ein. Vorausgegangen war eine Einladung zum bündnisgrünen Abschlussempfang der Enquete-Kommission zur Zukunft des ländlichen Raumes der Grünenfraktion im Juni, an welchem die Gemeindevertreter des Dorfes leider nicht teilnehmen konnten.

Im gut gefüllten ehemaligen Konsum von Byhleguhre ging es gleich Schlag auf Schlag: Bürgermeister Buder hatte eine lange Liste mit Wünschen und Ideen: Hemmnisse für die Entwicklung des Dorfes durch Grenzziehung von Außen- und Innenbereich und die Hürden beim Gestalten der zweiten Reihe, fehlende Radwege als Bremse beim Tourismus, Mittel für die Beräumung munitionsbelasteter Flächen und die Feuerwehr. Mehr als zwei Stunden diskutierte der Landespolitiker mit den EinwohnerInnen und GemeindevertreterInnen. Kulinarisch wurden die Diskussionen von hausgemachten Plinsen getragen. Jeden Montag bietet der Dorfverein ab 14:00 Plinse und Kaffee im ehemaligen Konsum von Byhleguhre an.

Beim anschließenden Dorfrundgang war der Großbrand der nahe gelegenen Lieberoser Heide das bestimmende Thema. Byhleguhre wird am 3. August an den Tag erinnern, als das Dorf vor 300 Jahren, also im Jahr 1719, komplett abbrannte. Heute sei man besser gewappnet, aber der bereits zum dritten Jahr in Folge stattfindende enorme Waldbrand vor der Haustür zehre an den Kräften und zeige die Grenzen auf: Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr berichteten, die Technik der Feuerwehr für lokale Brände sei den Umständen entsprechend gut - aber bei großflächigen Waldbränden reiche das bei weitem nicht aus. Durch Landesmittel gefördert gibt es zwar ein recht modernes Feuerwehrauto aber eigentlich brauche man geländegängige Fahrzeuge, welche so nicht im Förderbestand sind. Hier verwies der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke: "Wir haben überfraktionell in der Enquete-Kommission Ländliche Räume beschlossen, die Feuerwehren im Land zu stärken. So sollen die Förderrichtlinien für die Beschaffung von Einsatzmitteln - insbesondere auch von Fahrzeugen - so ausgerichtet werden, dass sie dem örtlichen Bedarf besser entsprechen. Das müssen sie in der nächsten Wahlperiode unbedingt einfordern."

www.ideengruen.de | markus pichlmaierIsabel Hiekel aus Byhleguhre, die ab September voraussichtlich für die Grünen in den Landtag ziehen wird, ergänzte: "Das Beispiel unserer Feuerwehr in Byhleguhre ist schon sehr besonders. Aber ich glaube, das ist nur die Spitze des Eisberges. Angesichts der zunehmenden Trockenheit in Brandenburg wird die Bedeutung der Feuerwehren vor Ort immer größer und das muss sich auch in einer entsprechenden Ausstattung der Wehren widerspiegeln". Zum zweiten gehen auch beim Gerätehaus Anforderungen und Realität weit auseinander: In das umgebaute Einfamilienhaus passt das Feuerwehrauto aufgrund der niedrigen Decke nur, wenn es etwa 2000 Liter getankt hat. Auf dem freien Areal des abgerissenen "Lindenhofes" in der Ortsmitte soll daher ein Gemeinschaftshaus gebaut werden, in dem Feuerwehr und ein größerer Gemeindesaal gemeinsam Platz hätten.

Zum dritten seien viele Flächen stark munitionsbelastet, hier gäbe es kein Geld zur Beräumung, die Feuerwehr dürfe nur nach Abstimmungen mit übergeordneten Instanzen zum Waldbrand in das munitionsbelastete ehemalige Militärgebiet vorrücken - wobei die Abstimmung schon mal bis zu sechs Stunden dauern können. Die Bündnisgrünen Raschke und Hiekel kündigen an, ein politisches Fachgesprächs zu organisieren, wie diese Beräumung zumindest teilweise gelingen könne."

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