Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Präsenztag im Lausitzbüro
Segelfalter (Iphiclides podalirius)

Schloss Lieberose als kulturellen Ankerpunkt entwickeln

Schloss Lieberose als kulturellen Ankerpunkt entwickeln

„Schloss Lieberose ist das Herzstück unserer Stadt und soll für die Öffentlichkeit weiter zugänglich bleiben“ sagt die ehrenamtliche Bürgermeisterin Petra Dreißig anlässlich der Veröffentlichung der „Erklärung des Arbeitskreises Schloss Lieberose“.

Der von der Brandenburgischen Schlösser-GmbH demnächst beabsichtigte Verkauf des Schlosses hat die Akteure des Arbeitskreises um den Förderverein Lieberose e.V., weitere Vereine der Region, die Kirchengemeinde, Stadtverordnete und Bürger auf den Plan gerufen. Sie werden von der Sorge getragen, dass die Veräußerung des Schlosses eine öffentliche Nutzung künftig unmöglich machen könnte.

In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Projektentwickler wird nun ein Nutzungskonzept für eine gemischte öffentliche, aber auch wirtschaftlich tragfähige Zukunft des Schlosses erarbeitet, um sich damit an der Ausschreibung des Schlosses zu beteiligen. 

„Schloss Lieberose war und ist ein kultureller Ankerpunkt für die ganze Region, die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region ist ohne das Schloss kaum vorstellbar“, sagt Stefanie Reinke vom Förderverein Lieberose e.V..

Der Erfolg der zeitgenössischen Ausstellung „ROHKUNSTBAU“ im vergangenen Sommer hat gezeigt, dass Schloss Lieberose das Potenzial für die Entwicklung eines interessanten Kunst- und Kulturortes hat. Diese Chance darf nicht vergeben werden, so Inka Thuneke vom „Verein Freunde des Rohkunstbau e.V.“

Mit seiner tiefen Verwurzelung in der Geschichte der Stadt und der Lieberoser Heide hat Schloss Lieberose nicht nur das Potenzial für die Entwicklung eines kulturellen Ankerpunktes in dieser strukturschwachen Region. Der Standort ist dafür prädestiniert, die „Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide (I.N.A.)“ aufzunehmen und einen zentralen Anlaufpunkt für die Besucher zu bilden, erklärt Isabell Hiekel (MdL) vom Förderverein Nationalpark Lieberoser Heide e.V.

Hintergrund

Das Lieberoser Schloss gehört zu den herausragenden und bedeutenden Schlossanlagen in Brandenburg. Es ist nicht nur ein besonderer Zeuge unserer Vergangenheit. Als Sitz der Familie von der Schulenburg war es 400 Jahre durchgehend bewohnt und bildete im Verbund mit der Darre und der Stadt Lieberose ein Zentrum für die Entwicklung der Lieberoser Heide bis in die Schwielochseeregion.

Wissend um die Bedeutung dieser Anlage förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit Anfang der 90er Jahre grundlegende Sanierungsarbeiten, um die Substanz dieses Schlosses auch für die Zukunft zu bewahren. Seit 1999 liegt das Schloss Lieberose in der Obhut der Brandenburgischen Schlössergesellschaft, die für die Unterhaltung von Schloss und Park verantwortlich zeichnet und durch verschiedene Aktivitäten zur Erhaltung des Gesamtensembles beigetragen hat. Da es aber bisher nicht gelungen ist, einen Nutzer zu finden, soll das Schloss nun im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung demnächst veräußert werden.

Damit besteht die große Gefahr, dass das Schloss Lieberose als potenzieller Mittelpunkt für die Entwicklung der Region Lieberose verloren geht. Die Veräußerung an einen privaten Investor würde nicht nur die derzeitige öffentliche Nutzung als Ausstellungsort für den „Rohkunstbau“ und die Aktivitäten des Fördervereins Lieberose e.V. im Zusammenhang mit dem Schloss unterbinden, sondern der Region auch ein großes Entwicklungspotential nehmen.  Nicht zuletzt wäre damit das Schloss auch als Ausstellungsort für die in Planung befindliche „Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide“ verloren.

Kontakt: Stefanie Reinke, Vorstand Förderverein Lieberose e.V., 0171 6762110

Vor Schloss Lieberose im Park wird die Erklärung präsentiert von:  Hintere Reihe: v.l.n.r.: Herbert Schirmer, Dieter Klaue, Dr. Andreas Weigelt, Maik Schulze Vordere Reihe v.l.n.r.: Inka Thunecke, Petra Dreißig, Stefanie Reinke, Isabell Hiekel

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