Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Segelfalter (Iphiclides podalirius)
Präsenztag im Lausitzbüro

Allgemein

Moorschutz

Erhaltung natürlicher Moore und nachhaltiger Bewirtschaftung

Dem Moorschutz kommt wegen zahlreicher Synergien zum Klima-, Boden-, Gewässer- und Naturschutz eine zentrale Rolle in der brandenburgischen Umweltpolitik zu.

Unser Land gehört zu den drei moorreichsten Bundesländern in Deutschland und trägt damit eine besondere Verantwortung für den Schutz der naturnahen Moore und die Erhaltung der noch vorhandenen Moorböden unter landwirtschaftlicher Nutzung. Insbesondere unter dem Klimaschutzaspekt rückt der Moorschutz zunehmend in den Fokus, seitdem bekannt ist, dass aus entwässertem Moor-Grünland bis zu 29 Tonnen und aus Moor-Acker sogar 37 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar und Jahr emittiert werden. 

Aus Gründen des Klimaschutzes, des Landschaftswasserhaushaltes und der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit muss eine verstärkte Orientierung auf den nachhaltigen Umgang mit organischen Böden erfolgen. Dabei geht es künftig neben dem Schutz der noch vorhandenen naturnahen Moore und der Regeneration ungenutzter Moorbereiche vor allem um die Etablierung einer regionalen Wertschöpfung auf Moorflächen durch eine geeignete standortangepasste Flächennutzung.

Wasser

Wasserhaushalt und Gewässerentwicklung

Hitze und Trockenheit der letzten Jahre führten zu extrem niedrigen Wasserständen in der Landschaft und im Grundwasser. Der Klimawandel sendet seine Signale - mit der Temperaturerhöhung und der zunehmenden Verdunstung, mit der Verlängerung der Vegetationsperiode und einer veränderten Verteilung der Niederschlagsmengen im Jahresverlauf. So schlagen sich die Auswirkungen auf das Wasserdargebot nicht nur negativ auf Natur und Landschaft nieder, sondern beeinträchtigen mittlerweile auch zahlreiche Nutzer in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei- und Teichwirtschaft, Gartenbau und Kleingartenwesen, Schifffahrt, Tourismus, Industrie oder die öffentliche Wasserversorgung und können verstärkt zu Nutzungskonflikten führen.

Diesen Herausforderungen muss jetzt mit innovativen und nachhaltigen Konzepten begegnet werden, um die Probleme für Natur sowie Nutzerinnen und Nutzern zu vermindern und eine breite Akzeptanz für Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Bevölkerung zu erreichen.

Wald und Wild

Wald, Wild und Baumschutz

Unsere Bäume und Wälder leiden unter dem Klimawandel. Dürre und Hitze der vergangenen drei Jahre haben nicht nur den Alleen und einzelnen Bäumen zugesetzt. Im Süden Brandenburgs sind ganze Waldbestände abgestorben. Und wir haben gelernt: Auch die Kiefer – die Brandenburger Charakterbaumart - verträgt auf Dauer keine Temperaturen über 35°C!

Es geht jetzt darum, klimaresiliente Wälder zu entwickeln, die den Wandel überstehen. Bäume, die sich selbst ausgesamt haben, sind dafür am besten geeignet. Eine Eiche bildet im ersten Lebensjahr eine Wurzel von 1 m Länge aus! Sie hat damit große Vorteile gegenüber dem Pflanzmaterial aus den Baumschulen, deren Wurzeln für eine gute Ballenbildung mehrfach verschnitten werden.

Laub-Mischwälder weisen ein kühleres Klima auf als reine Nadelwälder. Sie verbrauchen weniger Wasser - da Laubbäume Winterruhe halten - und sind resistenter gegen Schädlingsbefall.

Also: lassen wir den Wald wachsen und sorgen wir dafür, dass die kleinen Laubbäume nicht übermäßig von Reh- und Rotwild verbissen werden! Das ist auch ohne teure Zäune durch eine zielorientierte Jagd möglich. Und der Wolf hilft dabei.

Besonderes Augenmerk verdienen unsere Alleen und Straßenbäume – als landschaftsprägende und kulturhistorische Elemente und als Lebensräume.

Landnutzung

Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei

Wir stehen für eine moderne, leistungsstarke und an Nachhaltigkeit orientierte, regionale, flächengebundene Landwirtschaft mit vielfältigen und wettbewerbsfähigen Betrieben und einer breiten Streuung des Eigentums. Ein Agrarstrukturgesetz zur Unterbindung von Landgrabbing ist dafür ebenso wichtig wie der Ausbau regionaler Verwertungsketten für die Produkte aus Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei.

Den Boden bereiten heißt unter den Bedingungen des Klimawandels vor allem, Humus zu erhalten und zu mehren. Angesichts der Zunahme von Dürre und Sandstürmen kommt es immer mehr darauf an, Fruchtfolgen und Methoden zu entwickeln, die den Anforderungen der Zeit gewachsen sind diese in eine gute fachliche Praxis zu überführen.

Mit dem Ausbau des ökologischen Landbaus auf 20 % der Anbaufläche wollen wir bis 2024 ein Zeichen setzen für mehr Biodiversität und gutes Essen.

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