Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Segelfalter (Iphiclides podalirius)
Präsenztag im Lausitzbüro

Naturschutz

Naturschutz und Artenvielfalt 

Es sind die alarmierenden Zahlen der Wissenschaftler, die über 70 000 Brandenburger zum Unterzeichnen der Volksinitiativen „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ und „Nicht nur ein Summen“ gebracht haben. Nicht nur die Krefeldstudie mit der Botschaft eines enormen Insektenschwundes von über 70 % in den letzten 30 Jahren hat uns alarmiert. 

Ausgestorben oder gefährdet sind bei uns in Brandenburg inzwischen: 41 % der Käferarten, 53 % der Hautflügler (Dazu zählen auch die Bienen.), 52 % der Kleinschmetterlinge und  41% der Großschmetterlinge. Sinkende Bestände haben wir auch bei Laufkäfern, Heuschrecken und Ameisen. Mehr als 1/3 der Tagfalterarten sind vom Bestandsrückgang betroffen.

Auch die Daten des Vogelmonitorings zeigen, dass gerade die ehemals ganz häufigen Arten der Agrarlandschaft rückläufige Bestände aufweisen. Von 1995 bis 2016 haben 30 von 39 Vogelarten der Agrarlandschaft mehr oder weniger stark abgenommen. Dazu zählen so verbreitete Arten wie Feldlerche, Schafstelze und Feldsperling.

Die beiden Volksinitiativen haben eine ganze Reihe von Forderungen aufgestellt, deren Umsetzung dazu beitragen soll, den Artenschwund insgesamt aufzuhalten. In manchen Punkten sind sie sich einig. Aber besonders in den Punkten zur Reduzierung des Pestizideinsatzes, zur Einrichtung von Gewässerrandstreifen und zur Verteilung von Fördermitteln in der Landwirtschaft gehen die Vorstellungen auseinander.

In dem am 17. Februar mit beiden Volksinitiativen vereinbarten Diskussionsprozess wird es nun darauf ankommen, Schutz und Nutzung der Landschaft so in Einklang zu bringen, dass der Artenrückgang gestoppt werden kann, aber die Landwirte trotzdem ihr Einkommen haben.

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