Moorschutz

Erhaltung natürlicher Moore und nachhaltiger Bewirtschaftung

Dem Moorschutz kommt wegen zahlreicher Synergien zum Klima-, Boden-, Gewässer- und Naturschutz eine zentrale Rolle in der brandenburgischen Umweltpolitik zu.

Unser Land gehört zu den drei moorreichsten Bundesländern in Deutschland und trägt damit eine besondere Verantwortung für den Schutz der naturnahen Moore und die Erhaltung der noch vorhandenen Moorböden unter landwirtschaftlicher Nutzung. Insbesondere unter dem Klimaschutzaspekt rückt der Moorschutz zunehmend in den Fokus, seitdem bekannt ist, dass aus entwässertem Moor-Grünland bis zu 29 Tonnen und aus Moor-Acker sogar 37 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar und Jahr emittiert werden. 

Regionale Wertschöpfung auf Moorflächen

Aus Gründen des Klimaschutzes, des Landschaftswasserhaushaltes und der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit muss eine verstärkte Orientierung auf den nachhaltigen Umgang mit organischen Böden erfolgen. Dabei geht es künftig neben dem Schutz der noch vorhandenen naturnahen Moore und der Regeneration ungenutzter Moorbereiche vor allem um die Etablierung einer regionalen Wertschöpfung auf Moorflächen durch eine geeignete standortangepasste Flächennutzung.


Aus dem Parlament

Mündliche Anfrage vom 21.08.2020

Bergbaueinfluss im Calpenzmoor

Antrag vom 29.04.2020

Moorschutzprogramm erarbeiten und umsetzen

Moorschutz ist Klimaschutz, denn entwässerte Moore setzen Treibhausgase frei. Und der Moorboden zersetzt sich über die Zeit, geht als Lebensraum für spezialisierte Arten und für die landwirtschaftliche Nutzung verloren. Unser Beschluss, ein Moorschutzprogramm zu erarbeiten, ist deshalb nicht nur darauf ausgelegt, die verbliebenen naturnahen Moore zu schützen und ungenutzte Moorflächen zu revitalisieren. Dieses Moorschutzprogramm soll vor allem den Weg bereiten für eine freiwillige natur- und klimaverträgliche Nutzung von organischen Böden bei hoher Wasserhaltung, mit standortangepasster Grünlandtechnik und innovativen Ideen zur Verwertung der Biomasse.