Landnutzung

Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei

Wir stehen für eine moderne, leistungsstarke und an Nachhaltigkeit orientierte, regionale, flächengebundene Landwirtschaft mit vielfältigen und wettbewerbsfähigen Betrieben und einer breiten Streuung des Eigentums. Ein Agrarstrukturgesetz zur Unterbindung von Landgrabbing ist dafür ebenso wichtig wie der Ausbau regionaler Verwertungsketten für die Produkte aus Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei.

Den Boden bereiten heißt unter den Bedingungen des Klimawandels vor allem, Humus zu erhalten und zu mehren. Angesichts der Zunahme von Dürre und Sandstürmen kommt es immer mehr darauf an, Fruchtfolgen und Methoden zu entwickeln, die den Anforderungen der Zeit gewachsen sind diese in eine gute fachliche Praxis zu überführen.

Mit dem Ausbau des ökologischen Landbaus auf 20 % der Anbaufläche wollen wir bis 2024 ein Zeichen setzen für mehr Biodiversität und gutes Essen.


Aus dem Parlament

Antrag vom 18.08.2020

Straßenverkehrsvorschriften mit moderner Agrartechnik in Einklang bringen

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge immer größer und mit ihnen die Felder. Kleinräumige Strukturen verschwanden und mit ihnen auch die Artenvielfalt.  Nun müssen Erleichterungen für die Zulassung der großen Fahrzeuge im Straßenverkehr her. Mit unserem Beschluss wollen wir kurzfristige Hilfe schaffen. Aber mittel- bis langfristig muss es in Richtung kleinerer Fahrzeuge gehen, ferngesteuert und effizient für eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft – für kleinere Schläge und standortbezogene Bearbeitung. Die Forschung ist dran…

Antrag vom 09.06.2020

Humus erhalten und mehren – Vielfalt der Fruchtfolgen sichern – Pflanzen optimal ernähren – Rote Gebiete wissenschaftlich bewerten

Es ist so ungeheuer wichtig, dass wir unser Grundwasser schützen. Denn wir tragen Verantwortung dafür, dass unser Trinkwasser für unsere und für die folgenden Generationen in gesunder Qualität vorhanden ist. Und es ist wichtig die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und die Humusbildung zu fördern. Aber geht das allein mit der Umsetzung der neuen Bundes-Düngeverordnung? Unser Beschluss ist nicht nur darauf ausgerichtet, Landwirt*innen und Gartenbauer*innen bei der Umsetzung der neuen Düngeverordnung zu unterstützen. Wir wollen den Blick auch auf eine nachhaltige Ackerbaustrategie lenken.

Antrag vom 30.04.2020

Beitragsbemessungsverordnung rechtzeitig evaluieren – Vorteils- und verursachergerechte Beitragsdifferenzierung bei Gewässerunterhaltung sicherstellen

Mit der vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz vorgelegten neuen Beitragsbemessungsverordnung wird nun nach einem lang anhaltenden Diskussionsprozess der Versuch unternommen, sich der Gerechtigkeit für die Abgaben deutlich anzunähern. Dabei spielt neben der Flächengröße nun auch das Verursacher– und das Vorteilsprinzip eine Rolle. Wer höhere Kosten in der Gewässerunterhaltung verursacht oder einen größeren Nutzen daraus zieht, soll mehr zahlen. Aber das Thema bleibt kontrovers. Deshalb fordern wir die Landesregierung in unserem Beschluss auf, die Beitragsbemessungsverordnung nach Ablauf des Jahres 2022 zu evaluieren.

Antrag vom 14.01.2020

Ortsansässige Landwirte auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt stärken – Agrarstrukturelles Leitbild im Sinne einer regional verankerten Landwirtschaft erarbeiten

Steigende Kauf- und Pachtpreise für Ackerflächen, Flächenverluste und eine wachsende regionale Flächenkonzentration behindern auch in Brandenburg die Entwicklung der Betriebe aktiver ortsansässiger Landwirte und einer regional verankerten Landwirtschaft. Mit unserem Beschluss zur Erarbeitung eines agrarstrukturellen Leitbildes legen wir den Grundstein für ein modernes Agrarstrukturgesetz zur Stärkung unserer Landwirte auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt.