Wald und Wild

Wald, Wild und Baumschutz

Unsere Bäume und Wälder leiden unter dem Klimawandel. Dürre und Hitze der vergangenen drei Jahre haben nicht nur den Alleen und einzelnen Bäumen zugesetzt. Im Süden Brandenburgs sind ganze Waldbestände abgestorben. Und wir haben gelernt: Auch die Kiefer – die Brandenburger Charakterbaumart – verträgt auf Dauer keine Temperaturen über 35°C!

Es geht jetzt darum, klimaresiliente Wälder zu entwickeln, die den Wandel überstehen. Bäume, die sich selbst ausgesamt haben, sind dafür am besten geeignet. Eine Eiche bildet im ersten Lebensjahr eine Wurzel von 1 m Länge aus! Sie hat damit große Vorteile gegenüber dem Pflanzmaterial aus den Baumschulen, deren Wurzeln für eine gute Ballenbildung mehrfach verschnitten werden.

Laub-Mischwälder weisen ein kühleres Klima auf als reine Nadelwälder. Sie verbrauchen weniger Wasser – da Laubbäume Winterruhe halten – und sind resistenter gegen Schädlingsbefall.

Also: lassen wir den Wald wachsen und sorgen wir dafür, dass die kleinen Laubbäume nicht übermäßig von Reh- und Rotwild verbissen werden! Das ist auch ohne teure Zäune durch eine zielorientierte Jagd möglich. Und der Wolf hilft dabei.

Besonderes Augenmerk verdienen unsere Alleen und Straßenbäume – als landschaftsprägende und kulturhistorische Elemente und als Lebensräume.

Aus dem Parlament

Beschluss vom 24. März 2022

Freiwillige forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse stärken und ihre Attraktivität für
private Waldbesitzende steigern

1,1 Millionen Hektar Wald befinden sich auf dem Gebiet des Landes Brandenburg. Davon sind 60% in der Hand von rund 100 000 Waldbesitzer*innen. 94 000 Waldbesitzende besitzen Kleinprivatwald mit einer Größe von bis zu 10 Hektar. Besonders für diese sind eine weitere Professionalisierung der freiwilligen Zusammenschlüsse notwendig um sie bei der Waldbewirtschaftung und dem Umbau hinzu klimasatbilen Wäldern zu unterstützen.

Beschluss vom 28. Januar 2021

Umsetzung des brandenburgischen Wolfsmanagements

In dem gemeinsamen Antrag fordern die Koalitionsparteien die konsequente Anwendung der Brandenburger Wolfsverordnung . Dabei sollen die Maßgaben aus Erarbeitung der Umweltminister*innenkonferenz zum Einsatz kommen. Die Landesregierung führt das Wolfsmonitoring im Rahmen eines Programms fort und setzte sich auf Bundesebene für eine Weidetierprämie ein.

Entschließungsantrag vom 11.12.2019

Forstwirtschaft bei Klimaanpassung unterstützen – Waldschäden beseitigen – Landesbetrieb Forst zukunftsfest aufstellen

Unser Wald leidet unter Klimastress. Der Waldzustandsbericht 2019 macht klar: Seit Bestehen unseres Bundeslandes ging es dem Brandenburger Wald noch nie so schlecht wie jetzt. Mit unserem Beschluss zur Einberufung eines Waldgipfels geben wir den Startschuss für eine Entwicklung zu standortangepassten klimaresilienten Wäldern.

Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 22. Juli 2022

Die Lieberoser Heide braucht ein Waldumbau-Programm XXL

Der Waldumbau muss in der Lieberoser Heide eine besondere Priorität mit einem Projekt „Waldumbau XXL“ bekommen, um größere wirtschaftliche und ökologische Schäden in dem großen, fast unzerschnittenem Waldgebiet zu vermeiden und die Siedlungen in Waldnähe zu schützen.

Kleine Eiche im Wald

Pressemitteilung vom 17. Juni 2022

Ein modernes Jagdrecht in Brandenburg für klimastabile Wälder!

Das Fachgespräch für ein modernes Jagdgesetz in Brandenburg lud Waldbesitzende, Verbände und die interessierte Öffentlichkeit zum Austausch. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit neue Strategien für die Waldentwicklung zu entwickeln. Dazu muss die Entwicklung hin zu arten- und strukturrreichen Wäldern mit hohem Laubholzanteil führen. Ein wichtiger Partner dabei sind die Brandenburger Jäger*innen.

Pressemitteilung vom 10. November 2021

Erhalt und Entwicklung klimastabiler Wälder wird immer wichtiger

Der Klimawandel hat in den vergangenen Jahren den Brandenburger Wald schwer getroffen. Insbesondere der Wassermangel, Hitze und die Verlängerung der Vegetationsperiode schwächen die Bäume und führen zu stark vermehrtem Schädlingsbefall. Im Jahr 2020 kam es zu den höchste Absterberaten seit Beginn der Waldzustandserhebung im Jahr 1991. Laut Waldzustandsbericht 2020 weist in Brandenburg jeder vierte Waldbaum deutliche Schäden auf. Mit der Reform des Landeswaldbetriebes sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, den Waldumbau im Landeswald voranzutreiben und die Beratungsleistungen der Försterinnen und Förster für die privaten und kommunalen Waldbesitzenden zu verbessern.

Termine & Veranstaltungen vor Ort

Waldexkursion am 18.10.2020

Waldbewirtschaftung in Brandenburg im Zeichen des Klimawandels

Gemeinsam mit den Mitgliedern der bündnisgrünen LAG Ökologie und Gäste haben wir mit Revierleiter Mark Illerich über nachhaltige Waldwirtschaft im Privatwald der Hatzfeldt-Wildenburg’schen Verwaltung diskutiert.